Wie machen wir autonomes Fahren für alle verständlich und zugänglich?
Das ist für uns die zentrale Frage im Projekt STADT:up. Im Teilprojekt 2 – “Human Factors” konzentrieren wir uns bei Ergosign auf die Entwicklung von Informations- und Interaktionskonzepten, die das Verhalten autonomer Fahrzeuge erklären. Denn nur, wenn wir verstehen, was um uns herum passiert und wie das Fahrzeug Entscheidungen trifft, fühlen wir uns sicher. Menschzentriertes User Experience Design ist hier entscheidend: Lösungen müssen sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren, um ihr volles Potenzial zu entfalten.
Adaptive und modulare Interaktionskonzepte
Um Vertrauen in KI-basierte Systeme wie autonome Fahrzeuge zu schaffen, müssen wir zeigen, wie diese Entscheidungen treffen. Wir experimentieren mit verschiedenen Möglichkeiten und Modalitäten, KI-Entscheidungen zu kommunizieren – ob über Displays, Tonsignale oder Ambient Light. Wichtig ist, dass die Informationen hilfreich sind, ohne zu überfordern. Dabei suchen wir nach dem perfekten Informationsgleichgewicht und untersuchen situations- und kontextabhängige Interaktionsmodule.
Simulatorstudien liefern wichtige Erkenntnisse
Mit Nutzerstudien und Simulationsumgebungen testen wir unsere Ideen und Konzepte auf Herz und Nieren. Einige unserer zentralen Erkenntnisse bisher:
Informationsbedürfnis: Das Informationsbedürfnis der Insassen hängt stark von der empfundenen Sicherheit bzw. Gefährlichkeit der Fahrsituation ab.
Kritische Momente: In kritischen Momenten ist es für viele Insassen wichtig, genau zu wissen, was das Fahrzeug sieht und plant. Eine klare und verständliche Visualisierung der Umgebung ist dabei sehr wertvoll.
Multimodale Signale: Multimodale Signale können die User Experience optimieren, erfordern jedoch eine sorgfältige Gestaltung, um eine Überforderung oder Irritation der Nutzenden zu vermeiden. Licht- und Tonsignale können die UX verbessern und das Vertrauen in autonome Fahrzeuge steigern, sofern sie zielgerichtet eingesetzt werden.
Augmented Reality: Die Zukunft im Blick
Um Informationen noch besser zu vermitteln, untersuchen wir derzeit das Potential von Augmented Reality (AR). Mit AR können wir Hinweise und Informationen direkt ins Sichtfeld der Nutzenden projizieren, zum Beispiel auf die Windschutzscheibe. Im Sommer 2025 planen wir weitere Nutzerstudien in München und Hamburg, um das genauer zu untersuchen. Möchten Sie mit dabei sein und die Zukunft der Mobilität mitgestalten? Dann melden Sie sich hier zu unserer Studie an.








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